In 10 Minuten zum Sprungturm Experten

Wir können Sprungturm! In diesem Beitrag lesen Sie alles, was Sie wissen müssen, damit auch Sie den richtigen Sprungturm für ihr Schwimmbad auswählen zu können.

Sprunganlagen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Schwimmbäder. Unsere Kinder lernen schon durch den Schulsport die sichere Nutzung der Sprunganlagen im örtlichen Schwimmbad. Auch für die Freizeitnutzung sind sie das Objekt für zahlreiche Mutproben und tolle Akrobatik. Außerdem kann ohne Sie die Ausbildung zum Schwimmer bis hin zum Rettungsschimmer nicht stattfinden.

Seit ca. 50 Jahren widmen wir uns dem Thema Sprungtürme. Zwar ähneln sich die Sprungtürme in ihrem Aufbau und ihrer Funktion, jedoch ist am Ende jeder Sprungturm, der die Hallen der Firma Roigk verlässt, ein Unikat. Das macht den Reiz aus.

Über 100 Jahre Sprungturm Erfahrung

Ein eingespieltes Team von Zeichnern, Schlossern, Schweißern und Monteuren kann auf eine kumulierte Erfahrung von über 100 Jahren zurückblicken.

Zusammen haben wir aber nicht nur Aufträge abgewickelt, sondern auch im Vorfeld beraten. Als Experte für Schwimmsport Ausrüstung, geht es uns immer darum, die beste Lösung für den Auftraggeber zu finden.

Welche Fragen müssen Sie sich bei der Sprungturm-Auswahl stellen?

Handelt es sich um eine Sanierung, oder eine Neuanschaffung einer Sprunganlage?

Es ist oft nicht leicht zu entscheiden, ob es Sinn ergibt eine Altanlage zu sanieren, oder eher eine neue Sprunganlage anzuschaffen. Meistens wollen Bauherren durch eine Sanierung Investitionen einsparen. In vielen Fällen ist eine Sanierung auch günstiger, jedoch sollte man immer folgende Punkte beachten:

  • Eine Sanierung ist oft zeitaufwändiger für alle Beteiligten, da Fragen wie Bestandsschutz, Gewährleistung, technische Machbarkeit, Materialprüfungen des Altbestandes etc. erst geklärt werden müssen.
  • In der Realisierung ist ebenfalls mit zusätzlichen Montagefahrten für Aufmaße zu rechnen.
  • Langfristig gedacht, ist eine Sanierung aus kaufmännischer Sicht oft nicht wirtschaftlich. Zwar sind die Investitionskosten einer Neuanlage zum Zeitpunkt der Beschaffung höher, jedoch können Sie bei ROIGK Anlagen auch immer von einer Lebensdauer von mindestens 20 – 40 Jahren ausgehen. Die Kosten bei kompletten Sprungturmsanierungen unterscheiden sich kaum von Neuanschaffungen, haben aber eine oft erheblich geringere Lebensdauer, da die Grundstubstanz bei einigen Teilen immer noch die alte ist.

Was ist der Kontext des Sprungturms?

Es ist wichtig zu überlegen, wo eine neue Sprunganlage positioniert wird, da sich eine Sprunganlage immer auch auf den gesamten Badebetrieb auswirkt. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten:

Eine Platzierung im Hallenbad unterscheidet sich von einer Platzierung im Freibad. Man kann davon ausgehen, dass im Hallenbad ein größerer Planungsaufwand entsteht, da Themen wie Abdichtung; Übergänge zu anderen Gewerken; aufwändigere Montage etc. eine größere Rolle spielen.

  • Wenn möglich sollten Sprunganlagen in gesonderten Springerbecken, oder Springbuchten angeordnet werden.
  • Sollte dies nicht möglich sein, kann die Anlage auch in einem Vario-; Mehrzweck- oder Schwimmerbecken installiert werden, muss aber an der Stirnseite platziert werden. Da dies in den meisten Bädern auch der Platz ist wo Startsockel vorgesehen sind, muss die exakte Platzierung auf die Startsockel-Zwischenräume abgestimmt werden.
  • Weiter muss in der Planung einer Sprunganlage in einem Vario-; Mehrzweck- oder Schwimmerbecken darauf geachtet werden, dass die Positionierung der Sprunganlage auch Auswirkungen auf die funktionsgerechte Anordnung der Ausstiegsleitern hat.
  • Sollten sich Nutzungsbereiche überlappen, können im Schwimmbetrieb besondere organisatorische Maßnahmen erforderlich werden.
  • Die DIN EN 13451 weist sogar darauf hin, dass in Europa Sprunganlagen (Sprungbrett- und Sprungplattform) im Freien nach Norden ausgerichtet sein müssen, um zu vermeiden, dass Wasserspringer durch blendendes Licht und widerspiegelnden Flächen gestört werden und so sich und andere gefährden.
  • Die entsprechenden Mindest-Wassertiefen müssen ebenfalls gegeben sein. Welche das genau sind, lesen Sie am besten in der KOK oder DIN EN 13451 nach.

Welche Sprungturmtypen gibt es?

Es gibt 3 Faktoren die den Sprungturmtyp bestimmen:

Faktor 1: Plattform, oder Sprungbrett

Die Sprungplattform und Sprungbrettanlage unterscheiden sich nicht in Ihrer Funktion, dennoch haben die Unterschiede Auswirkung auf die erlaubte Höhe der Anlage (siehe nächster Punkt) und auf die minimale Wassertiefe.

Faktor 2: Höhenunterschiede

Die Sprungplattform gibt es in folgenden Höhen: 1 m, 3 m, 5 m, 7,5 m, 10 m

Die Sprungbrettanlage gibt es in folgenden Höhen: 1 m, 3 m

Faktor 3: Materialauswahl (der Firma ROIGK)

Als Hersteller spezialisieren wir uns auf Edelstahl und verzinktem Stahl.

Edelstahl bzw. Chromstahl Sprungtürme sind eine Investition in die Zukunft. Sie kommen in einer glänzenden, hochwertigen Optik. Sie sind unsere Premium-Sprungtürme. Bei richtiger Pflege (siehe weiter unten “Wartung und Sichtprüfung der Sprunganlagen”) können Sie davon ausgehen, dass Sie lange Spaß daran haben werden. Werden sie zusätzlich farbig pulverbeschichtet können Sie sogar noch spannende Farbeffekte im Bad erzielen.

Sprungtürme aus verzinktem Stahl werden für verbesserte Korrosionsbeständigkeit oft zusätzlich lackiert. Daher sind diese optisch flexibel und können nach Ihren Farbwünschen gefertigt werden. Weitere Komponenten, wie z.B. die Geländer und Aufstiege sind jedoch immer aus Edelstahl.

Betonsprungtürme mit Edelstahlgeländern und -leitern sind oft in der Vergangenheit gebaut worden und stellen heute nur noch in Außnahmefällen eine sinnvolle Lösung dar, da hier mehrere Gewerke koordiniert werden müssen und Kosten teilweise aus dem Ruder laufen.

Welche Kombinationen gibt es?

  • 1-m-Sprungbrett – 3-m-Sprungplattform
  • 1-m-Sprungbrett – 3-m-Sprungbrett
  • 1-m-Sprungbrett – 5-m-Sprungplattform – 3-m-Sprungbrett
  • 1-m-Sprungbrett – 3-m-Sprungbrett – 5-m-Sprungplattform – 3-m-Sprungplattform
  • 1-m-Sprungbrett – 7,5-m-Sprungplattform – 5-m-Sprungplattform – 3-m-Sprungplattform
  • 1-m-Sprungbrett – 7,5-m-Sprungplattform – 5-m-Sprungplattform/darüber 10-m-Sprungplattform – 3-m-Sprungplattform

Wartung und Sichtprüfung der Sprunganlagen

Eine Frage, die immer wieder aufkommt, ist, ob Sprunganlagen gewartet werden müssen. Auch wenn weder die DIN EN 13451-10 noch die KOK hierzu eine klare Aussage machen, so möchten wir uns als Hersteller gerne dazu äußern, indem wir die Frage aus einer anderen Perspektive beleuchten möchten.

Sprunganlagen müssen nicht gewartet und regelmäßig inspiziert werden, sie sollten es aber. Es geht im Kern der Sache um die Sicherheit von Menschenleben.

Als Hersteller empfehlen wir Folgendes:

Sprunganlagen sowie ihre Geländer und Holme sind vor jeder geplanten Nutzung auf Standsicherheit zu prüfen.

Die Beläge und Oberflächen der Bretter und Plattformen sowie der Leiterstufenauftrittsflächen sind regelmäßig zu reinigen und vor jeder geplanten Nutzung auf Beschädigungen, Korrosion, Haltbarkeit, Rutschfestigkeit und Befestigung zu kontrollieren.

Bei Sprungbrettern ist zudem die Überprüfung des Lagerbolzens, der Schmierung und der Verstell-Einrichtungen erforderlich. Hierbei sind die Herstellerangaben zu berücksichtigen.

Shortlinks zu den einzelnen Artikeln

1 m Sprungbrettanlage Edelstahl

1 m Sprungbrettanlage Stahl (verzinkt und beschichtet)

3 m Sprungbrettanlage Edelstahl

3 m Sprungbrettanlage Stahl (verzinkt und beschichtet)

3 m Sprungplattform Edelstahl

3 m Sprungplattform Stahl (verzinkt und beschichtet)

5 m Sprungplattform Edelstahl

5 m Sprungplattform Stahl (verzinkt und beschichtet)

10 m Sprungplattformkombination Stahl (verzinkt und beschichtet)

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Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben, kann jedoch nicht als Grundlage Ihrer Planung genommen werden. Daher übernehmen wir für den Inhalt keine Gewähr. Bei jeder Planung ist die entsprechend gültige Norm zu berücksichtigen.

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